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Dorfgeschichte

Gegründet wurde Leuenberg von der ritterbürtigen Familie von Löwenberg, die im ersten Drittel des 13. Jahrhunderts mit den ersten Askaniern ins Barnimland kam. Im “Lehnskopialbuch” ist vermerkt: “Aus wilder Wurzel“ entstand 1226 ein Kolonistendorf, an dem auch niederländische und flämische Siedler beteiligt waren.”

1300     erfolgt die erste urkundliche Erwähnung unter dem Namen Lowenberg

Markgraf Albrecht bestätigt dem Zisterzienser-Nonnenkloster zu Friedland am 19. November 1300 den Besitz von 2 Hufen Land (30 ha) im Dorf Lowenberg.

1340     übergibt Markgraf Ludwig der Ältere das Patronat der Kirchen
zu Heckelberg und Leeuwenberge (niederländisch Leeuw = Löwe) den Altlandsberger Marienknechten. Da die Kirche erwähnt wird, war das Dorf schon längere Zeit vollkommen ausgebaut. Die Bauweise der Kirche (rechteckige Feldsteine, saubere Schichtung) weist auf ihre Entstehungszeit im 13. Jh. und beweist die Existenz des Kirchdorfes Leeuwenberge aus dieser Zeit.

 

1375     Der “Alte Dorfkrug”, links am Eingang zum Gutshof,

 

Alter Dorfkrug

 

wird im “Landbuch” erwähnt. Der  Krüger war verpflichtet, sein Bier von dem zwei Meilen entfernten Neustadt-Eberswalde zu holen, weshalb es den Namen “Fuhrmatz” erhielt.


Die Krüger waren: 1663 - Jürgen Ebert, 1683 - Andreas Lehmann, 1691 - Familie Puhlmann, 1700 - Christoffel Puhlmann, 1886 - Erich Neske, 1919 Friedrich Kraatz, 1930 - Erich Neske, 1933 - Max & Minna Unterlauf, 1946 - Grete Klose, 1958 - Helmut & Waltraud Andres, 1982 - Peter & Ute Blaschke, 1991 Treuhand (BVS), 1999 - Clemens & Britta Warnke, 2002 - 

1432     Hussiten fallen
in Leeuwenberge ein und verwüsten das Dorf zur Hälfte.

1450     hieß das Dorf Löwenberg.
Das Schoßbuch von 1450 meldet: “Löwenberg hat Daberkow und Henze Gysmannsdorf von meinem Herrn (dem Kurfürsten) zu Lehn. Auf der Feldmark sind 64 Hufen, davon hat der Pfarrer 4, Daberkow 10, Gysmannsdorf 4 frei. 22 Hufen sind besetzt (liegen in Kultur), die anderen sind wüst.

1451     hat das Dorf einen Hirten.
Die erste Schäferei entsteht 1472 und 1482 eine Windmühle auf dem Mühlenberg (Pfarracker) an der Brunower Straße links hinterm Dorf. Das Dorf hatte damals ca. 60 Einwohner.

1571     Löwenberg hatte 2 Gutsherren:
von Daberkow und von Pfuel, 9 Bauern und 1 Kossäten. Löwenberg wurde ein Gutsdorf. Die Kirche erhielt nach einer baulichen Erweiterung die erste Glocke. Die Inschrift der Bronzeglocke lautet: “MI HAT LATEN GETEN DER ERBAR UND FESTE IVKES (LUKAS) HEISE ERFZETEN UP LÖWENBERG. GOTH MI JOCHEN TESKENDORP ANNO 1571 HELP GODT” Außer dem Pfarrer wirkte seit 1573 ein Küster im Dorf.

1575     das Biesenthaler Amtsregister
stellt fest, dass in Heckelberg die Mutterkirche sei, in Löwenberg und Steinbeck Filialkirchen. Petrus Pretzier aus Bernau wird als “Pastor zu Heckelberg und Löwenberg” eingeführt.

 

1610     Die Schmiede wird erstmals erwähnt.
Die Besitzer waren: 1699 - Bartolomäus Müggelberg, 1719 - Meister Johann Wiese, 1730 - Meister Jacob Rentsch, 1740 - Friedrich Rensch. 1904 übernahm Meister Gädecke die Schmiede, ein Vorfahre Erich Sells, der seit 1978 die Familientradition in Form eines Kfz-Handwerksbetriebes fortführt.


1618     erhält die Kirche eine Uhrglocke,Pfuehl-Glocke

die vom Küster bedient werden mußte. Die Inschrift lautet:

HANS VON PFUEL I.S.S. HANS DIETLOFF VON PFUEL AN 1618”

 

1624     Löwenberg
ist ein blühendes Dorf. Die Adelsfamilien von Heese (Heise) und von Termow haben, wie die Adelsfamilien zuvor, Löwenberg verlassen.

Es gibt neun Hüfner (Hufner), sieben Kossäten, einen Hirten, einen

Müller, einen Schmied, einen Hausmann und einige Schäferknechte.
 
1634     Der dreißigjährige Krieg zerstört Löwenberg
fast völlig, auch die Kirche wird abgebrannt. Als 1652 der Landreiter des Königs nach Löwenberg kam, um die Verhältnisse zu erkunden, fand er „auch nicht eine Seele mehr im Dorfe, alles lag in Schutt und Asche“. 1678 begann der Oberstleutnant von Pfuel mit den ersten Wiederaufbauarbeiten. Die ganze Feldmark war mit Fichten bewachsen, da sich mehr als 40 Jahre lang kein Mensch um die Ackerbestellung gekümmert hatte.

1687     beginnt die Wiederbevölkerung,
Löwenberg fällt als “caducirtes und ganz verwüstetes Lehn” an den Kurfürsten, der es der Familie von Lüderitz übergab. Kammerrat, Oberjägermeister und Hauptmann Joachim Ernst von Lüderitz baute nicht nur das Dorf, sondern auch die Kirche - in der er später selbst beigesetzt wurde - die Brennerei und das Schloß wieder auf.

1692     war das “alte Schloss” fertiggestellt.
Am Hauseingang des Schlosses wurde folgende Inschrift angebracht: “Als habe ich Joachim Ernst von Lüderitz, ißiger Zeit über alle S.C.D. Länder, Kämmerer und Hauptmann zu Zehdenick und Liebenwalde, Erbherr auf Jagow, Leuenberg und Biesow, dieses Haus und Dorf erbauet Anno 1692” Hinter dem Schloß wurde ein Schloßpark und ein Garten angelegt.

 

Das Dorf trägt jetzt den Namen Leuenberg.

1697     Eine Schule wird eingerichtet
.

 

Schulklasse

 

Der Dorfschulmeister erhält als Gehalt 1 Taler und 16 Groschen sowie 2 Scheffel Roggen für das Geigerstellen (Stellen der Kirchturmuhr). Da ein Lehrer von der “Schulmeisterei” nicht leben konnte, musste er einen Beruf haben. So waren sie Schneider, Leineweber, Schmiede und Zimmerleute. Erst 1823 erhielt die Schule 2 Schulbänke und 1 Schultafel. 1875 hatte der Lehrer 120 Schüler in der Klasse.

1700     Die Feldziegelei
wird erstmals erwähnt. Die romantische “Alte Ziegelei” zwischen Gamensee und Lange See ist zu dieser Zeit die bekannteste in der Region. 1740 wird neben der Ziegelei ein Teerofen erbaut.

1727     Die Kirche ist wieder hergestellt.
Der Aufbau begann 1691, 1692 wurde der Turm neu gerichtet, 1768/69 werden zwölf Fenster “ausgebrochen und größer gemacht”. Die Kirche erhält eine Wetterfahne. Die Einzelteile der Wetterfahne werden im Jahr 2010 vom Künstler und Restaurator Bertolt W. Barasch restauriert und wieder zusammengebaut.

1764     Leuenberg hatte ca. 130 Einwohner.
Gutsherr von Meyerink war Besitzer des Dorfes. Es gab 5 Bauern, 5 Kossäten und den Zimmermannsmeister Christian Behring.


„Hofdienste“ für den Gutsherrn bestanden in folgendem:

  • Mannesdienst    wöchentlich     1 Tag
  • Frauendienst     wöchentlich     4 Tage
  • Gespanndienst   wöchentlich     3 Tage, mit Pferden

 

Bauern, Krüger, Schmied, Zimmermann, Müller, Leineweber, Schäfer und Fischer leisteten Lohnarbeit und Abgaben für das Gut und zusätzlich Abgaben (wie Kriegssteuer u.a.) an den Kreis.

1801     Ein zweiter Teerofen
wird neben der alten Försterei errichtet. Nach der “Märkischen Holzordnung” musste der Teerbrenner jede siebente Tonne unentgeltlich abgeben. Rückstände dieser Arbeiten findet man noch heute auf dem Teerbrennerweg.

Die Kirche erhält eine Orgel ohne Pedal. Der Organist mußte selbst den Balg treten und sich Wind verschaffen. Als erster besoldeter Organist (3 Thlr., 12 Gr.), der gleichzeitig auch Küster war, wurde der Lehrer Rüdiger benannt. Dieser war hauptberuflich Schneider und daneben noch Fischereipächter auf dem Lange See.

1802     der Kammerherr Ernst Jacob Freiherr von Eckardstein
kauft Leuenberg für 130.000 Taler und 500 Friedrichsdor Schlüsselgeld neben weiteren 15 Gütern im Oberbarnim. Es begann die Zeit der Stein-Hardenbergschen Agrarreform (1804-1821) in Preußen, die Gutsbesitzern und  Bauern eine rationelle Bewirtschaftung ihrer Ländereien ermöglichte. Eine wichtige Voraussetzung dafür waren 1807 das Edikt über den freien Gebrauch des Grundeigentums und die Aufhebung der Erbuntertänigkeit (1816 in Leuenberg).

1807     Aufhebung der Patrimonalgerichtsbarkeit.

1815     Die Kastanienallee wird angelegt.
Entlang der Dorfstraße (Berliner Straße) werden 120 Kastanienbäume gepflanzt. Sie sollte ein besonderes Wahrzeichen für Leuenberg sein.

1852     wird der Schulze Bernhard Behring zu Leuenberg
für die musterhafte Einrichtung seiner Wirtschaft und der Dungstätte mit 100 Talern belohnt. Bernhard Behring bleibt Dorfschulze/Gemeindevorsteher bis 1912.

1860/62    ließ Arnold von Eckhardstein (Baron auf Haselberg) ein neues Guts-Schloß errichten.

 

Guts-Schloß

 

Nach 1860 gab es in Leuenberg 6 selbständige Bauern. Auf dem Gut waren 125 Landarbeiter beschäftigt. Das Gutsschloß fiel 1948 einer zielgerichteten Brandstiftung zum Opfer.

Die Gutsbäckerei wird errichtet. Der erste Bäcker ist Adolf Kiekebusch. Sein Sohn Bernhard führt die Gutsbäckerei bis zur Weltwirtschaftskrise 1925/26. Ein Zentner Roggen kostet 1923   12 Millionen Reichsmark.

1864     Am 5. September erschießen Wilddiebe den Jäger Carl  Lissack,
24 Jahre alt, auf seinem Dienstgang im Leuenberger Forst. Baron von Eckhardstein auf Haselberg, in dessen Diensten der Jäger stand, ließ ihm ein Denkmal errichten, welches heute in restauriertem Zustand (1995) an historischer Stelle zu besichtigen ist und unter Denkmalschutz steht.

1872     Aufhebung der gutsherrlichen Polizeigewalt.

 

1898     Die Eisenbahnlinie von Wriezen nach Berlin (Lichtenberg) wurde gebaut
und am 15. Oktober 1898 eingeweiht. Leuenberg erhält einen Bahnhof, 2 km vom Dorf entfernt. Die Bahnhofstraße von Leuenberg zum Bahnhof wird als Chaussee gepflastert.


 

Bahnhof Leuenburg

 

1898     Die Kirchturmuhr wird abgeschafft, da die Kosten für Reparaturen ein “Faß ohne Boden” sind.


1904     wird das neue Schulhaus mit Lehrerwohnung eingeweiht.
Ein 1773 errichtetes Schulmeisterhaus, das im Laufe der Zeit An- und Umbauten erfahren hatte, wurde im März 1904 abgerissen. Während der achtmonatigen Bauzeit wurde der Unterricht in der Kirche abgehalten. In der einklassigen Schule wurden Kinder aller Altersstufen von einem Lehrer in einem Raum unterrichtet. Diese Schulform war bis 1945 typisch für die Landschulen Deutschlands.

1912     Seit dem 12. März
brennt “bei einigen Besitzern” die erste elektrische Beleuchtung.

1913     Zwei Vereine
gibt es in Leuenberg, den Gesangverein “Eintracht” und den “Vaterländischen Radfahrverein”

 

Der Erbhofbauer Gustav Tismer wird zum Dorfschulzen/Gemeindevorsteher gewählt.


1914     Im Frühjahr
wird die Chaussee von Leuenberg nach Brunow gebaut.

Der erste Weltkrieg beginnt. 16 Männer des Dorfes werden eingezogen, 12 Pferde “gemustert“!

Kriegsende und Inflation brachten Hunger und Not. So kostete 1917: 1 Ei - 1,25 Mark und 1 Pfd. Butter - 25,30 Mark.

Im Jahr 1923 kosteten 1 Ei - 150.000 Mark und 1 Pfd. Butter 1.200.000 Mark, 1 Pfd. Speck - 3.000.000 Mark, 1 Lt. Milch - 250.000 Mark, 1 Ztr. Roggen - 12.000.000 Mark, 1 Ztr. Kartoffeln - 2.000.000 Mark


1918     der erste Weltkrieg ist zu Ende.                      Gedenktafel
10 Männer des Dorfes sind gefallen. Ihnen zu Ehren wird 1928 ein Denkmal an der Ostseite der Kirchhofmauer errichtet. Wir gedenken: Otto Karl (gef. 1914), Karl König (verm. 1915), Hermann Zepke (gef. 1915), Richard Ziegler (verw. gest. 1915), Paul Möser (verm. 1916), Andreas Lengl (gef. 1916) Karl Voigt (gef. 1918), Fritz Böhm (verw. gest. 1918), Karl König (verm. 1918), Fritz Giese (verm. 1918).


1920     im Ergebnis der Reichstagswahlen besetzen bewaffnete Gutsarbeiter
die beiden Gutsdörfer Leuenberg und Steinbeck. Sie kontrollieren die Dorfausgänge und den Fahrzeugverkehr. Der Gutsbesitzer und die Förster werden unter Hausarrest gestellt. Die Telefonleitung wird unterbrochen. Ein Versammlungs- und Angelverbot wird erlassen. In Leuenberg und Steinbeck erhielt die Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands (USPD) 199 Stimmen und die SPD 2.

1927     übernimmt Walter von Allmen
die Gutsbäckerei. Das in der vierten Generation geführte Familienunternehmen backt bis zum heutigen Tag Brot und Brötchen und ist die einzige Bäckerei in den Höhendörfern. Das alte Fachwerkhaus der Bäckerei ist ein denkmalgeschütztes Gebäude.

1928     der Fußballverein - SV Leuenberg -

 

Fußballmanschaft

 

wird gegründet. Im Vereinsemblem befindet sich ein Löwe. Die Spielkleidung war ein braunes Trikot mit schwarzem Kragen, schwarze Hose und schwarz-braunen Stutzen. Erster Vorsitzender war Erich Neske - Inhaber des “Alten Dorfkrug”. Der Fußballplatz, der auch gleichzeitig Reitplatz war, befand sich westlich der Bahnhofstraße vor dem Piepenpfuhl.

Bei den Kommunalwahlen im Herbst 1926 wird der Schmied Alfred Gädecke zum Dorfschulzen/Gemeindevorsteher von Leuenberg gewählt. Der parteilose ist wegen seiner ausgleichenden Gerechtigkeit und seines Engagements für das Gemeinwohl sehr beliebt bei den 579 Einwohnern. Die Gemeindeschulzen waren nach dem preußischen Gemeindeverfassungsgesetz grundsätzlich unbesoldete Ehrenbeamte.

 

1929     die Freiwillige Feuerwehr wird am 01. Juni gegründet.
Der Halblöschzug IV - Leuenberg gehört zum Feuerwehramtsbezirk Heckelberg-Brunow, wo sich bereits drei Löschzüge befanden Heckelberg I, Beerbaum II, Brunow III. Weil sich bereits eine Feuerspritze, des Ingenieurs Karl Metz, auf dem Gelände des Gutsschloßes befand, wurde die Wehr Brunow um den Halblöschzug in Leuenberg erweitert - eine Notwendigkeit dafür bestand nicht.

1932 wird das erste Feuerwehrdepot am Dorfteich erbaut. Nur der Gemeindevorsteher durfte die Feuerspritze mit seinem Fahrzeug ziehen. Die Feuerwehr war anfänglich ein Verein, der Geldmittel einwerben musste. Erst 1933, mit der Neuregelung des Feuerlöschwesens, wurden die  Freiwilligen Feuerwehren in technische Hilfstruppen der Polizei umgewandelt. Die einzigen Löschgruppenfahrzeuge - in tannengrün - standen in den Löschzügen Heckelberg, Beerbaum und Brunow.

1932     tritt im Landkreis eine Dürre auf.
Die ungewöhliche Trockenheit hält bis 1934 an. Der Grundwasserspiegel fällt um 113 Zentimeter.

1933     Das Sägewerk  “Haupt und Kowatzky”

 

Sägewerk

wird auf dem Dreiecksplatz am Bahnhof errichtet. Das Werk schaffte einen Holz-

einschnitt von jährlich 4000

FM Holz und lieferte auch Bretter für das Hobelwerk in Berlin-Lichtenberg.

1937 wurde das Säge-werk durch ein Großfeuer vernichtet, danach aber mit vergrößerter Kapazität neu aufgebaut. Bereits Mitte 1945 konnte das private Sägewerk wieder die volle Produktion aufnehmen. Fortan wurde auch Importholz aus Finnland, Polen und der früheren Sowjetunion (Russland) verarbeitet.

1972 wurden die Besitzer des Sägewerkes enteignet und das Werk in “Volkseigentum” überführt. Viele Leuenberger verbrachten ihr gesamtes Berufsleben als Arbeiter oder Angestellte im Sägewerk. Es war zeitweilig der größte Arbeitgeber im Ort.

 

Im April 1933 kamen Mitglieder der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) aus dem Amtsbezirk Heckelberg-Brunow nach Leuenberg, um auch hier Mitglieder zu werben. Im “Alten Dorfkrug” verpflichteten sich an dem Abend etwa 16 Männer zum Eintritt in die Partei. Sie bildeten ein Block mit der Ortsgruppe Heckelberg-Brunow. Die so genannte Fahnenweihe wurde am 01. Mai 1933 auf dem Platz zwischen dem neuen Feuerwehrdepot und der Schule in Leuenberg durchgeführt.

1936     Nach der schweren Dürre gibt es in Leuenberg noch 7 Erbhofbauern:
Gustav Tismer, Franz Schlöricke, Max Behring, Georg Lutter, Fritz Liesen, Bernhard Zander und Karl Sievers. 313 Einwohner leben im Dorf.

1937     Die Dorfstraße wurde gepflastert,
 

Kastanienallee

 

gesäumt von der bereits 1815 angelegten Kastanienallee, die besonders im Frühjahr zur Blütezeit einen herrlichen Anblick bot. 1937 standen noch 116 Kastanien entlang der Dorfstraße als besonderes Wahrzeichen von Leuenberg. In den letzten 25 Jahren wurden viele dieser alten Kastanien mit abenteuerlichen Begründungen gefällt. Einmal störte das Laub auf dem Friedhof. Ein anderes Mal lagen zu viele Kastanien auf den Gehwegen. Mit dem Ausbau der B 158 (Berliner Straße) wurden die “Kastanienallee” fast komplett abgeholzt.

Am 22. November konnte man in dem so stillen Leuenberg außergewöhnliches Treiben beobachten. Der ungarische Ministerpräsident von Daranyi, der zugleich Ackerbauminister seines Landes ist, besichtigte den kleinen, aber gut geleiteten Erbhof der Familie Lutter.

1939     In Leuenberg leben 324 Einwohner
Mit Beginn des zweiten Weltkrieges fiel der Schulunterricht wegen Einberufung des Lehrers weitgehend aus. Bis 1942 waren über 30 Männer des Dorfes eingezogen, deshalb waren polnische, französische und sowjetische Kriegsgefangene zur Landarbeit auf dem Gut eingesetzt. Das Sägewerk stellte alle Fahrzeuge auf Holzvergaser um. Ab 1943 gab es regelmäßige Bombenabwürfe auf Leuenberg.

1945     Am 18. April räumten fast alle Einwohner das Dorf
und gingen auf den Treck nach Mecklenburg-Vorpommern. Als sie nach dem 8. Mai 1945 ins Dorf zurückkehrten, bot sich ihnen ein Bild der Zerstörung. Auf der Dorfstraße, den Feldern und im Walde lagen die Leichen gefallener Soldaten, totes Vieh, umgestürzte und zerschossene Autos, Lastkraftwagen, Panzer und Geschütze. Zahlreiche Bombentrichter und zerstörte Häuser zeugten von den heftigen Kämpfen in Leuenberg.


Auch die wichtige Eisenbahnlinie war zerstört. Die Gleise waren mit Schwellenreißern unbrauchbar gemacht, und die Bahnunterführung zwischen dem Lange See und Mittelsee wurde durch Wehrmachtsangehörige gesprengt. Es gab keine öffentlichen Verkehrsmittel. Ab Oktober 1945 gab es Nahrungsmittel auf Lebensmittelkarte:


Pro Person täglich – 250 g  Brot; 300 g Kartoffeln; 11 g Nährmittel; 20 g Fleisch; 10 g Fett: 20 g Zucker; 13 g Salz; 5 g Kaffee-Ersatz.


70 Umsiedlerfamilien aus den früheren Ostgebieten des Deutschen Reiches, vorrangig aus Schlesien, Ost- und Westpreußen, aus  Pommern, der Neumark, aber auch Neusiedler aus Brandenburg und Berlin waren durch Kriegswirren und Vertreibung in Leuenberg angekommen. Die Bevölkerungszahl hatte sich im Vergleich zum Vorkriegsstand nahezu verdoppelt und betrug jetzt 554 Einwohner.

16 eingezogene Dorfbewohner kehrten nicht aus dem Krieg zurück. Wir gedenken: Johann Bortel, Walter u. Ernst Böttcher, Paul Deike, Arnold von Eckardstein, Walter Frost, Walter Hennig, Erich Henze, Sigried Lampel, Georg Lutter, Karl Rieger, Herbert Schulz, Hans Schmidt, Joachim Sowka, Hermann Voigt, Karl Woiter und den zivilen Opfern: Erna Baptist, Hermann Elgert, Hermann Joachimsthal u. Ehefrau, dem Ehepaar Schlüter, Siegfried Schulze.

Am 24. September 1945 beginnt die “Bodenkommission” entsprechend der “Verordnung über die Bodenreform” mit der Aufteilung des Gutes. Jeder Bauer erhielt 8 ha Land und 4 ha Wald. Um die Neubauern zu unterstützen wurde in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) die Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe (VdgB) gegründet.

1946   im Oktober finden die ersten Kommunalwahlen in der SBZ statt.
97% der Stimmberechtigten beteiligen sich an dieser Wahl. 62% wählen die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED). Erster gewählter Bürgermeister wird Martin Sowka, ein ehemaliger Melker. Er löst Herrn Matthias ab, der von den russischen Alliierten im September 1945 eingesetzt wurde und nach wenigen Monaten spurlos verschwunden war.

1948   im Beisein von Presse und Rundfunk wurde am 31. März
das von der SED organiserte “Neubauern-Bauprogramm” durch den Landrat des Kreises eröffnet. Noch im selben Jahr mussten 30 Siedlerbauten neu errichtet und 10 durch Umbau ehemaliger Gutsgebäude fertiggestellt werden. Das Dorf erhielt dadurch zwei neue Straßen: die Gartenstraße und die Knödelallee.

 

1950     Die Freiwillige FeuerwehrFeuerwehr Leuenberg
entsteht neu. Erster Wehrführer wird Horst Silvester. Das erste Fahrzeug war ein Wanderer W 24 (AUTO UNION AG), Baujahr 1942. Später kam ein Sachsenring G 5 Tankwagen hinzu. 1952 wird Heinz Lampert Wehrführer, der die Freiwillige Feuerwehr maßgebend aufbaute. Das bereits vorhandene Feuerwehrdepot neben dem Dorfteich wird ausgebaut und um einem Schlauchturm erweitert.

 

 

Ein Anglerverein wird gegründet und eine Verkaufsstelle der Bäuerlichen Handelsgenossenschaft (BHG) eröffnet.

1952     7 Neubauern

müssen die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG) “Neues Leben” mit 38,88 ha Land gründen. Mit der Zwangskollektivierung sollte auch in Leuenberg die Entwicklung zur Großproduktion in der Landwirtschaft vorangetrieben werden.

Die Länder werden im Rahmen der Verwaltungsreform in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) gänzlich aufgelöst und in 14 Bezirke aufgeteilt. Leuenberg gehörte nunmehr zum Bezirk Frankfurt (Oder).

1953     Leuenberg erhält eine neue Wasserleitung,
Ab 1954 werden nach und nach die Hauswasseranschlüsse verlegt. Die Maschinen- Ausleihstationen (MAS) werden in Maschinen-Traktoren-Stationen (MTS) umgewandelt und zentral (in Kruge) ausgebaut. Eine Konsum-Verkaufsstelle übernimmt die Versorgung des Ortes mit Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs.

1954     Ein Reparaturstützpunkt für Landmaschinentechnik der LPG entsteht.
Der erste Mähdrescher, ein sowjetischer S4, wird bei der Ernte eingesetzt und mäht auf 400 ha das Getreide. Ein Erntekindergarten wird eingerichtet, der die Vorschulkinder der  LPG-Bäuerinnen während der Erntesaison betreut.
Zwischenzeitlich hat die LPG 18 Mitglieder. Durch die Aktion „Industriearbeiter aufs Land“ kommen mehrere Bürger neu ins Dorf. Neuer Bürgermeister wird Richard Müller.

1958     Die letzten 36 Einzelbauern müssen in die LPG eintreten.
Vorsitzender der LPG ist Martin Sowka, MTS-Direktor ist Kurt Renke.

 

DGasthof neues Lebenie Handelsorganisation-Gaststätte (HOG) “Neues Leben” (“Alter Dorfkrug”) wird zum beliebten Treffpunkt am Feierabend. Die Leuenberger Dorfkapelle (Schlagzeug und Akkordeon) erfreut sich bei geselligen Veranstaltungen wachsender Beliebtheit.

 

1959 In Gemeinschaftsarbeit entsteht

ein neuer Kindergarten am Dorfteich.
Die Schüler der 5. bis 8. Klassen werden

nun in der Zentralschule Heckelberg unterrichtet.

1960     Eine Kinderkrippe wird eingerichtet.
Am Lange See (Haus-See) entsteht eine Badestelle mit Sprungturm.

1962     Wissenschaftliche Mitarbeiter
der Deutschen Akademie der Landwirt-schaftswissenschaften gingen in die Praxis. Prof. Dr. F. Kremser wurde Vorsitzender der LPG “Neues Leben”.

1963     50 Kleingärtner
des Vereins Kleingärtner, Siedler und Kleintierzückter (VKSK) produzieren landwirtschaftliche Erzeugnisse (Obst, Gemüse und Fleisch) im Wert von 58.851,- Mark der Deutschen Notenbank (MDN) und helfen die Versorgung der Bevölkerung zu sichern.

1964     Viehbestände im Dorf:

  • 589 Rinder, davon 261 Kühe
  • 1.280 Schweine
  • 471 Schafe
  • 3.026 Hühner


1969     Zentralschulunterricht
wird für die Kinder ab 1. Klasse eingeführt. Die Schüler der 1. bis 4. Klassen fahren mit dem Schulbus nach Tiefensee. Die ehemalige Schule wird Versammlungsraum und Gemeindebüro.

1971     Die drei LPG-en Leuenberg, Steinbeck und Wölsickendorf
schließen sich zu einer Kooperativen Abteilung Pflanzenproduktion (KAP) zusammen. Vorsitzender der KAP wird  G. Sandig. 1232 Kuhplätze und 90 Kälberplätze entstanden. 4628 kg Milch je Kuh wurden auf den Markt gebracht.

Eine Gemeinde-Schwestern-Station wird eröffnet, somit ist eine schnelle medizinische Versorgung im Ort sichergestellt.

1975     Errichtung der Milch-Produktions-Anlage (MPA) Steinbeck
Bereits 1977 lag das Milchaufkommen bei 4.540 Tonnen. Die Anlage wird Mitglied im Kooperationsverband “Frischmilch” Frankfurt (Oder) und mehrfacher Wettbewerbssieger. Das Mitglied des Zentralkomitees der SED, Jochen Hartwig stattet gemeinsam mit einer Parteidelegation der PVAP (Polen) dem Betrieb einen Besuch ab und besichtigt die Milch-Produktions-Anlage.

Die KAP Leuenberg/Steinbeck/Wölsickendorf und die KAP Beiersdorf/Freudenberg schließen sich zusammen.

1977     Die LPG(P) Pflanzenproduktion „Höhe“
wird aus den vor zwei Jahren zusammengeschlossenen KAP gegründet. Sie bewirtschaftete eine Fläche von  5.700 Hektar (ha).

1978     Am 5. Mai wird das neuen Feuerwehrdepot
an der Berliner Straße (B 158) eingeweiht. Das Gebäude wird auf Anweisung der ständigen Kommission Ordnung, Sicherheit und Brandschutz für 200.000,- DDR-Mark errichtet. Im Gebäude befindet sich neben der Dreieinhalb-Zimmer-Wohnung des Wehrführers auch ein Schulungs- und Versammlungsraum.

Eine in Gemeinschaftsarbeit der Dorfbewohner errichtete Verkaufseinrichtung der Bäuerlichen Handelsgenossenschaft (BHG) wird eröffnet.

1980     Das Sägewerk
wird Betriebsteil des Volkseigenen Betriebs (VEB) Holzverarbeitungskombinat “Vereinigte  Holzindustrie Schorfheide”.

1988 
   Eine neue Kindergarten-Kindergrippen-Kombination
wird eingeweiht, in der die Kinder von 0-6 Jahren betreut werden.

1989     Die Zeit der Wende,
der Mauerfall am 09. November, die Deutschen Demokratischen Republik (DDR) wird noch bis zum 03. Oktober 1990 existieren - dem Tag der deutschen Einheit.

1990     Die Leuenberger
beginnen, sich im wieder vereinigten Deutschland einzurichten. Anhaltende Bautätigkeit verschönert das Dorfbild, verjüngt das Dorf und sorgt für Bevölkerungswachstum.


Leuenberg gehört jetzt zum Landkreis Märkisch-Oderland des Landes Brandenburg. Verwaltet wird die Gemeinde Leuenberg vom Amt Falkenberg-Höhe. Der erste frei gewählte Ortsvorsteher Leuenbergs ist Andreas Mächler (parteilos).


Leuenberg erhält ein Telefonnetz und eine Erdgasleitung. Nach und nach werden die Haushalte angeschlossen.


Im Rahmen der Privatisierung wird aus der LPG(P) „Höhe“ die Agrargenossenschaft “Höhe”. Geschäftsführer ist Wilhelm Manzel, der gleichzeitig zum Gemeindevertreter gewählt wird. Neue Gewerbe gründeten sich bzw. siedelten sich an (z.B. Neitzel GmbH). Viele Einwohner wurden arbeitslos oder suchten sich Arbeit außerhalb des Ortes - meist im Land Berlin.

1991     Der Anglerverein Höhe e.V. entsteht.
Der 1950 gegründete Anglerverein Leuenberg und der Anglerverein Brunow schließen sich am 08. Dezember zusammen.

1998     Die Bahnstrecke
Wriezen-Berlin wird von der Deutschen Bahn AG, aus Gründen der Unwirtschaftlichkeit, am 18.04. - 100 Jahre nach ihrer Eröffnung - stillgelegt. Die Züge von und nach Berlin verkehren nur noch im zwei Stunden Takt bis Tiefensee. Die vielen Pendler müssen auf ihre PKW zurückgreifen. Das Verkehrsaufkommen wächst schnell an - verstärkt durch die Grenzöffnung zur benachbarten Republik Polen. Die B 158 wird zum Unfallschwerpunkt. Hauptursache: unangemessene Geschwindigkeit!

1999     Der Alte Dorfkrug
wird nach achtjähriger Schließung als “Leuenberger Krug” wiedereröffnet.

2000     700 Jahre Leuenberg
Mit einem hervorragend vorbereitetem Festprogramm feierten die Leuenberger und Ihre Gäste vier Tage lang die sieben Jahrhunderte. Ein Gottesdienst und ein Festakt in der Dorfkirche eröffneten das Jubiläum der Ersterwähnung Leuenbergs. Unter den zahlreichen Gäste waren die SPD-Bundestagsabgeordnete Petra Bierwirth und der Amtsdirektor des Amtes Falkenberg-Höhe, Eberhard Alberti. Höhepunkt war der mit Spannung erwartete Festumzug. “In 25 Schaubildern zeichneten die Leuenberger brilliant und beeindruckend die wechselvolle Geschichte ihres Heimatortes nach.” (MOZ 09.09.2000) Nach vorsichtigen Schätzungen standen mehr als 2000 Zuschauer an der Berliner Straße (B 158) und der Beifall für die vielen Darsteller wollte kein Ende nehmen. Von diesem eindrucksvolle Festumzug wurde mit professioneller Hilfe ein Video erstellt, um jederzeit die erlebnisreichen Tage Revue passieren lassen zu können.

Der Verein NATURWACHT Gamengrund e.V. wir am 15. Dezember im “Leuenberger Krug” gegründet.

2001     Der alte Zander-Hof wird nach umfassender zweijähriger Sanierung als Ferienhof Behring eröffnet. Die reizvolle Lage am Landschaftsschutzgebiet Gamengrund macht ihn schnell zum begehrten Domizil für Urlauber jeder Altersgruppe.

2003     Der Naturkindergarten Eichhörnchen e.V.
wird am 26. Februar gegründet. Er bezieht die Räume des 2001 geschlossenen kommunalen Kindergartens in der Berliner Straße (B 158). Dank eines guten pädagogischen Konzeptes steigen die Kinderzahlen von Jahr zu Jahr (33 Kinder 2010).

2008     Der Neubau der Ortsdurchfahrt Leuenberg

 

Berliner Straße 2009
 

wird mit einjähriger Verspätung Anfang Dezember fertiggestellt. Am 21. Oktober 2006 war der Baubeginn für die 850 m Ortsdurchfahrt der Bundesstraße 158. Die kosten lagen bei 971.000,- €. Die Nachbesserungsarbeiten dauerten bis Mitte 2009 an. Die Höherlegung der Fahrbahn und die Ableitung des Oberflächenwassers in Rohren, hat zur Folge, dass der in der Dorfmitte liegende Dorfteich austrocknet.

Im Ergebnis der Kommunalwahl vom 28. September und einer nachfolgenden Stichwahl am 12. Oktober wird Höhenland erstmals von einer Bürgermeisterin regiert. Helga Kowatzky setzte sich erfolgreich gegen ihren Amtsvorgänger durch. Die Besonderheit an dieser Wahl besteht in der Dauer der Amtszeit - erst- und einmalig sechs Jahre.

2009     Ein Teilstück der Gartenstraße wird ausgebaut.
Zwischen Bahnhofstraße und dem “Alten Gutshof” wird die Gartenstraße von Grund auf neu gebaut. Die hohen Ölpreise bescheren den Anliegern eine dorftypische Pflasterung für 120.000,- € statt einer Asphaltdecke.

Am 02. November begannen auch die Arbeiten für den Ausbau der Milchstraße. Das erste Teilstück zwischen Wölsickendorf und Leuenberg wurde bis zum Wintereinbruch fertiggestellt. Der Baubeginn für das zweite Teilstück ist für April 2010 festgelegt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 450.000,- €.

2010     Klirrende Kälte, Schnee und Glätte
sind die beherrschenden Themen des Winters 2009/2010. Kurz vor Weihnachten 2009 und Mitte Januar 2010 werden Temperaturen von -16°C und -20°C gemessen. Die Oder ist auf mehr als 260 Kilometern Länge zugefroren. Sand und Streusalz werden knapp. Die Schneehöhe lag Wochenlang über 20 cm. Berge von Schnee türmten sich an vielen Stellen des Dorfes. Teilweise mussten die Schneemassen abgefahren werde. Schneereste liegen bis Mitte März und die Eisdicke auf dem Lange See beträgt noch immer 25 cm.

Im April werden zahlreiche Kastanien, Ahorne und Bodendecker, als Ausgleichsmaßnahme für die Fällung der alten Kastanien während des Baus der Bundesstraße 158, gepflanzt.

 

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Die alte Wetterfahne der Kirche wird durch den Künstler und Restaurator Bertolt
W. Barasch grundlegend restauriert und wieder zusammengesetzt. In der Kugel der Wetterfahne befand sich eine 10 cm große Öffnung sowie eine 25 cm hohe Dokumenten- hülse. Neben Reichs-, DDR-, Bundesdeutschen- und Euro-Münzen wurden zahlreiche 
Dokumente und Bilder sowie Tonscherben aus der Zeit der Ortsgründung in die Hülse gegeben. Wann die Wetterfahne wieder auf dem Kirchturm montiert werden kann, ist derzeitig noch nicht geklärt.

 

So wie das Jahr begann so endet es2010 Januar
auch - klirrende Kälte und Schnee. Die Rekord-Schneemassen liegen teilweise 40 cm hoch und die Temperaturen  bei - 15 °C. Die ältesten Einwohner können sich nicht mehr erinnern, wann sie solche Schneeberge das letzte Mal gesehen haben. Laut dem Deutsche Wetterdienst in Potsdam hat es seit 110 Jahren im Dezember nicht so viel geschneit. Der viele Schnee beschert den Leuenbergern eine weiße Weihnacht, aber auch viel Arbeit mit der  Schneebeseitigung.

 

2011    das “Modderloch” an der Bäckerei wird nach dreijähriger Diskussion in der Gemeindevertretung und einer Probebohrung beseitigt. Den Anliegern wird erstmalig ein ordentlicher Zugang zu Ihren Grundstücken ermöglicht.

Die bereits vorhandene Streuobstwiese im LSG Gamengrund wird um weitere 100 hochstämmige Obstbäume erweitert. Somit ist Brandenburgs zweitgrößte Streuobestwiese geschaffen.

 

2012    Der Kirchturm von Leuenberg hat endlich seine Turmspitze wieder. Die durch ein Unwetter in den 90er-Jahren zerstörte Kugel samt Wetterfahne wurde durch den Restaurator Bertolt W. Barasch in 30 Meter Höhe auf den Kirchturm montiert.

 

Auf der zweitgrößten Streuobstwiese Brandenburgs wird durch Mitglieder und Förderer der Naturwacht Gamengrund ein Lehrpfad angelegt. Auf den drei Abschnitten des Streuobst- & Naturlehrpfades findet Erlebnispädagogik für Kinder, Jugendliche und Wanderer statt. Die MOZ schreibt dazu: "Hier können sie sich der Ruhe der Natur bewusst werden, ihre Schönheit wahrnehmen lernen und ihren Geheimnissen hautnah auf den Grund gehen."

 

2013

 

 

 

 

“Jeder sieht die zurückliegende Zeit aus dem Blickwinkel seines persönlichen Schicksals und seiner Verdienste um das Dorfgeschehen.” Zitat Roswitha Wolf, Orts-Chronistin a.D.

 

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